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BVSK-Information für Kfz-Reperaturbetriebe: Rechtsanwälte klagen gegen Allianz FairPlay-Konzept

Do. 22 Sep. 2011

Rechtsanwälte klagen gegen Allianz FairPlay-Konzept

Wie einer Presseerklärung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein zu entnehmen war, klagt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht gegen die Allianz Versicherung aufgrund des von der Allianz propagierten sogenannten FairPlay-Konzeptes.

Bereits sehr früh hat der BVSK darauf hingewiesen, dass die Teilnahme an sogenannten FairPlay-Konzepten den Kfz-Betrieben in der Regel keine Vorteile bringt. Bis zum heutigen Tage ist nicht erkennbar, dass in einem Haftpflichtschadenfall ein Betrieb tatsächlich greifbare Vorteile hat, wenn er sich als FairPlay-Partner registrieren lässt.

An der Zahlungsverpflichtung des Haftpflichtversicherers ändert sich genauso wenig, wie an den übrigen Rechten des Geschädigten, der nach einem unverschuldetem Verkehrsunfall Anspruch darauf hat, in die Werkstatt seiner Wahl zu gehen, einen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen, einen Anwalt hinzuzuziehen oder einen Mietwagen in Anspruch zu nehmen.

Insoweit erschöpft sich die Teilnahme an FairPlay-Konzepten in der Regel darauf, dass direkte oder indirekte Nachlässe gewährt werden, von denen ausschließlich der regulierungspflichtige Versicherer profitiert.

Wer als Kfz-Betrieb aktiv die Bemühungen unterstützt, Schadenabwicklung ohne Kfz-Sachverständigen oder ohne Anwalt durchzuführen, übt letztlich Verrat am Kunden und zerstört das unverzichtbare Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden und dem Kfz-Betrieb.

Auch das Märchen von der angeblich schnellen Bezahlung sollte man nicht allzu ernst nehmen. Ist die Schuldfrage eindeutig, kommt es weniger darauf an, ob man zu wenig Geld nach drei Tagen bekommt, aber entscheidend ist, dass man zügig 100 % des Schadens erhält. Im Zweifel sollte ein im Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt hinzugezogen werden, der durchaus aktiv die Zahlung beschleunigen kann.

Selbst wenn man theoretisch noch daran denken könnte, dass die Teilnahme an einem FairPlay-Konzept Vorteile verspricht, sollte man auch daran denken, dass zwischenzeitlich nicht nur die Allianz Versicherung sich als FairPlay-Partner darstellt, sondern beispielsweise auch die HUK-Coburg. Einer weiteren Kommentierung, was in diesem Sinne FairPlay bedeutet, bedarf es sicher nicht.

Uns liegen Berichte vieler qualifizierter Kfz-Betriebe vor, die im Unfallschadengeschäft wieder einen Schwerpunkt im Sinne einer umfassenden kompetenten Beratung des geschädigten Autofahrers gesetzt haben, der hierdurch erkennt, dass sein Kfz-Betrieb die entscheidende Grundlage bietet, dass voller Schadenersatz geleistet wird.

Dies wirkt sich auch im Ertrag des Reparaturbetriebes aus.

Aufgrund der Daten, die viele Kfz-Betriebe zur Verfügung gestellt haben, lässt sich sehr sicher die Aussage treffen, dass sich die Teilnahme an FairPlay-Konzepten nicht rechnet.

Für weitere Informationen und Beratungsgespräche steht Ihnen die BVSK-Geschäftsstelle zur Verfügung.

BVSK Informationen für Autofahrer und Kfz-Betriebe "Das anerkannte Gutachten"

Do. 10 Mär. 2011

Das "anerkannte" Gutachten

 Oft hört man bei der Abwicklung eines Unfallschadens den Satz, dass man einen Kfz-Sachverständigen nehmen solle, der bei den Versicherungen „anerkannt“ sei, falls ein Kfz-Sachverständiger überhaupt erforderlich ist.

Befolgt man diesen Ratschlag, der sicher nicht immer gut gemeint ist, drohen durchaus gelegentlich unangenehme Überraschungen.

Wir wollen nachfolgend daher den Begriff der Anerkennung aufhellen und vor allen Dingen der Frage nachgehen, was denn tatsächlich mit dem Begriff der Anerkennung bei einem Versicherer gemeint sein kann.

Der Beruf des Kfz-Sachverständigen ist gesetzlich bedauerlicherweise bis zum heutigen Tage nicht geregelt. Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass unqualifizierte Gutachter tätig werden. Der Bundesverbandes der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e. V. – BVSK – hat sich bereits in den 50er Jahren dafür eingesetzt, eine gesetzliche Regelung für den Beruf des Kfz-Sachverständigen einzuführen. Nachdem die Bemühungen weitestgehend gescheitert sind, hat der BVSK als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft eine so genannte Verbandsanerkennung in Verbindung mit einer Fachkundeprüfung eingeführt. Diese Fachkundeprüfung entspricht im Wesentlichen der öffentlichen Bestellung und Vereidigung durch eine IHK oder der Zertifizierung durch das IfS.

Der Bundesgerichtshof hat in einer grundlegenden Entscheidung (Az. 1 ZR 140/82 vom 23. Mai 1984) die Berechtigung des BVSK festgestellt, eine besondere Anerkennung für besondere Fachkunde auszusprechen, da die Prüfung inhaltlich den Fachkundeprüfungen der Industrie- und Handelskammer entspricht.

Insoweit ist die Bezeichnung anerkannt durch den BVSK zweifelsfrei ein Qualitätskriterium.

Im Sprachgebrauch oft anders verwendet wird allerdings der Begriff anerkannt bei Versicherungen. Eine derartige Anerkennung existiert nicht und dürfte aus Wettbewerbsgründen auch unzulässig sein.

Entscheidend aus Sicht des Verbrauchers ist vielmehr, dass der Sachverständige den Schaden vollumfänglich feststellt, dass er den korrekten Stundenverrechnungssatz des Kfz-Betriebes übernimmt, alle Nebenkosten erwähnt und ausreichende Zeitvorgaben für die Instandsetzung berücksichtigt. Ob ein derartig komplettes Gutachten immer zur Freude des regulierungspflichtigen Versicherers ist, kann dahinstehen, da auf der Grundlage eines korrekten Gutachtens die Reparaturkosten in voller Höhe zu erstatten sind. Vor diesem Hintergrund ist es auch durchaus positiv zu bewerten, wenn ein eingereichtes Gutachten auf Nachfragen des regulierungspflichtigen Versicherers stößt. In diesem Fall hat der qualifizierte Sachverständige darzustellen und zu begründen, warum bestimmte Schadenpositionen in seinem Gutachten berücksichtigt sind.

Der unabhängige Kfz-Sachverständige ist Garant dafür, dass ein Unfallschaden vollumfänglich erfasst wird. Er hat den Schaden in voller Höhe zu ermitteln, was natürlich auch beinhaltet, das er den Schaden nicht künstlich zu erhöhen hat. Ziel muss es sein, 100% des Unfallschadens zu erfassen.

Aus guten Gründen hat die Rechtsprechung dem Geschädigten nach einem Verkehrsunfall das uneingeschränkte Recht zugesprochen, einen Kfz-Sachverständigen mit der Schadenfeststellung zu beauftragen, völlig losgelöst davon, was der Versicherer zuvor erklärt.

Die Sachverständigenkosten sind nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu erstatten, soweit es sich nicht um einen erkennbaren Bagatellschaden handelt. Ein Bagatellschaden wird in aller Regel definiert als Unfallschaden unterhalb von 715,00 €.

Bei Fragen können Sie sich auch an Ihren BVSK-Sachverständigen oder an den BVSK unmittelbar wenden.

Vorfinanzierung von Reparaturkosten

Mi. 06 Okt. 2010

autorechtaktuell.de, der BVSK und das Essener Factoringunternehmen opta data haben einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der sich mit Fragen der Vorfinanzierung von Reparaturkosten im Unfallschaden befasst.

Haltefrist bei durchgeführter Reparatur

Mi. 28 Jul. 2010

Der Bundesgerichtshof hat sich mehrfach mit der Frage der so genannten Haltefrist befasst. In erster Linie relevant ist die Frage der so genannten Haltefrist im Rahmen der Durchführung der Reparatur bei der 130 %-Grenze.

Der Leitsatz der Entscheidung lautet:

„Lässt der Geschädigte das Fahrzeug reparieren, kann er grundsätzlich Ersatz der Reparaturkosten verlangen, wenn diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen."

Schlagwörter: Haltefrist, Reparatur

HUK-Coburg verschärft Preiskampf

Do. 17 Jun. 2010

Nach einer Mitteilung der HUK-Coburg wird der Preiskampf in der Unfallschadenabwicklung weiter zunehmen.

Leidtragende sind letztlich Autofahrer und Reparaturbetriebe, die im Rahmen des so genannten Werkstattnetzes der HUK-Coburg und ihrer Partner Generali, VHV, Gothaer, Concordia und DBK mit Stundenverrechnungssätzen von zum Teil deutlich unter 60,00 € abrechnen müssen.

Schlagwörter: HUK-Coburg, Preiskampf
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